Amazonas Touren und Expeditionen in Brasilien

Sonnenuntergang am Pico da Neblina Sonnenuntergang am Pico da Neblina Sie haben es geschafft Sie haben es geschafft

Expeditionen

Die einsamen Wächter Amazoniens

Pico da Neblina und Pico 31 de Março
Die zwei höchsten Berge Brasiliens


19 Tage, einschließlich Belém und Manaus

Amazon Neblina Tours” ist die regionale Organisation von Amazon Travel Brazil, die wiederum zur Gruppe Southern Cross Tours & Expeditions gehört. Neben einer Anzahl von Reisen und Touren, die in das weniger bekannte und wilde Hinter­land Brasililens führen und deren Schwer­punkt auf Natur, Kultur und sozialen Aspekten liegt, ist das Trekking auf Brasiliens höchsten Berg, den 2.994 m NN hohen Pico da Neblina, sicher­lich die anspruchvollste aber auch be­frie­digend­ste / lohnendste für den erfahrenen Reisenden und Trekker. Als einziger Veranstalter für Reisen mit Expe­ditions­charakter unterhält „Amazon Neblina Tours” eine eigene Operations­basis in São Gabriel da Cachoeira. Dadurch ist es uns möglich, die besten Lösungen und Optionen für Expe­di­tionen und Touren in die Tiefen des Ama­zonen­sischen Regen­waldes anzubieten und dabei gleichzeitig das einmalige Erlebnis mit dem Sicher­heits­faktor in Einklang zu bringen.

Die letzten Meter bis zum Gipfel Die letzten Meter bis zum Gipfel Flora in Gipfelnähe Flora in Gipfelnähe Nebelwald am Pico da Neblina Nebelwald am Pico da Neblina Handarbeit der Yanomámi-Frauen Handarbeit der Yanomámi-Frauen

Der Pico da Neblina ist Teil des Imeri Massifs und liegt im Bundesstaat Amazonas. Seine nördlichen Ausläufer bilden die Grenze zu Venezuela. Der Berg liegt im 22.000 km² großen National­park gleichen Namens und ist schwer zugänglich. Den Teilnehmern unserer Expedition wird ein einmaliges Erlebnis geboten, wenn sie in die Tiefen der unberührten und ungezähmten Wildnis vordringen und ein großartiges Spektrum von komplexen Lebensformen und die Interaktion in Flora und Fauna des Tropischen Regen­waldes kennenlernen. Die drei wichtigsten Vege­tations­stufen in Amazonien sind die Igapós, überfluteter Wald im Tiefland, der Várzea-Wald mit seinen fruchtbaren Böden und die terra firme mit ihren cirka 215 Arten an Hart­hölzern allein. Daneben haben wir den Nebelwald am Pico da Neblina, wo die Vielfalt von Epiphyten, Orchideen und Bromelien seinesgleichen sucht und damit den Reisenden und Naturliebhaber für den anstrengenden Aufstieg reich entlohnt.

Das Zielgebiet ist eine weit abgeschiedene Region, die im tiefsten Amazonien liegt. Ausgangspunkt der Expedition ist das Städtchen São Gabriel da Cachoeira, das in zwei­stündigem Linien­flug ab Manaus erreicht werden kann. Groß­flächig angelegte land­wirt­schaft­liche Aktivi­täten wie Soja­plantagen, Rinder­zucht, Holz­schlag wird man hier vergeblich suchen. Die Region beherbergt auch das größte Yanomami Reservat Brasiliens.

Über den von „Amazon Neblina Tours” ins Leben gerufene Fond NOTIWA – Zukunft Yanomami erhält die AYRCA, Yanomami Gemeinschaft des Rio Cauaburi und seinen Neben­flüssen, von jedem Reisenden, der das Reservat betritt und sich in einem der Dörfer für einige Tage aufhält, 200 US$. Es ist vereinbart, dass dieses Geld für die Gesund­heits­für­sorge der Yanomami Kinder und deren Aus­bildung unter Berück­sichti­gung tradi­tionel­ler Werte verwandt wird. Im Gegensatz zu Anderen, vor allem auch Nicht-Regie­rungs­orga­nisa­tionen und Privat­personen machen wir hierüber keine Publicity in den Medien.

Goldgräber und sein Fund Goldgräber und sein Fund Living in the Amazon rainforest Living in the Amazon rainforest

Der Stamm der Yanomami besiedelt allein in Brasilien mit einer Bevöl­kerung von 15.682 Menschen eine Region von 96.650 km² in den Bundes­staaten Amazonas und Roraima. Auf der vene­zola­nischen Seite dürfte der Stamm in Fläche und Einwohner etwa gleich groß sein. Jäger und Acker­bauer des Tro­pischen Regen­waldes, die sie seit jeher sind, sahen sie sich wie andere indigene Kulturen Brasiliens von ständigen Inva­sionen vor allem von Gold­suchern, Holz­fällern und von ein­geschlep­pten Krank­heiten bedroht.

Obwohl die Verwaltung der Indianer­gebiete der Bundes­behördeFUNAI untersteht, hat der Stamm seit jeher eine gewisse Sonder­stellung. Den Behörden begegnet man sehr selbst­bewusst und arti­kuliert und ver­tritt unter gemein­samer, gut orga­ni­sier­ter Führung Ent­schei­dungen und Inte­ressen des Stammes. Die Yanomami nennen ihr Land „urihi” oder Wald­land. Dieser Raum, den wir Natur nennen und der uns für die ökonomische Ausbeutung zur Verfügung steht, ist für die Yanomami nicht inaktiv, sondern eine lebende Einheit, ein­gebettet in ein komplexes System von kosmischer Dynamik und Aus­tausch zwischen Menschen und Nicht­menschen. Ein Raum, der heute bedroht ist von blindem Raub durch den weißen Menschen. Wie einst der visionäre Führer Davi Copanawa Yanomami warnte:

„Das Wald­land kann nur sterben, wenn es vom weißen Mann zerstört wird. Dann werden Bäche und Flüsse ver­schwinden und Erde und Bäume werden ver­trocknen und die Felsen und Berge in der Hitze aus­ein­ander­brechen. Die xapiripë Geister, die im Hochland leben und im Wald spielen, werden dann fliehen und ihre Väter, die Schamanen, können sie nicht mehr anrufen, um uns vor Schaden zu bewahren. Das Waldland wird trocken und leer und die Schamanen werden die Rauchepidemien nicht mehr zurückdrängen können und andere schlechte Ereignisse weden uns Krankheiten bringen. Dann werden alle sterben.”

„Neblina” bedeutet Nebel „Neblina” bedeutet Nebel Festung Forte do Castelo (17.Jhdt) Festung Forte do Castelo (17.Jhdt) Das Neblina-Massiv Das Neblina-Massiv

Um dieses einzigartige Ökosystem, genannt Amazonien, besser kennen zu lernen, haben wir in den Reise­ablauf einen Auf­ent­halt in Belém eingebaut, der Hafen­stadt am Atlantik und Haupt­stadt des Bundes­staates Pará, von wo aus die Region Anfang des 17. Jahr­hunderts von den por­tu­gie­sischen Kolo­nisa­toren erkundet wurde. Wir halten auch einen Tag in Manaus, der Haupt­stadt des Bundesstaates Amazonas, für wichtig, um die vergangene und gegenwärtige Entwicklung der Region zu verstehen. Ausgangs­punkt der Expedition ist São Gabriel da Cachoeira (SGC), Mili­tär­stütz­punkt und Sale­sianer­mission am Ober­lauf des Rio Negro. SGC ist per Linien­boot oder Flugzeug (zweimotorige Turboprop) ab Manaus zu erreichen. Ab SGC geht es 85 km per Auto mit 4-Radantrieb über aben­teuer­liche, fast immer schwer ver­schlammte Lehm­pisten, zur Ab­lege­stelle des Rio Ia-mirim. Von dort aus sind wir mit dem Boot zwei weitere Tage unterwegs auf dem Rio Ia und Cauaburi bis zur Mündung des Rio Tucano, ab der wir unsere Exped­ition zu Fuß fort­setzen. Nach fünf Tagen Aufstieg (36 km) erreichen wir den Gipfel des Pico da Neblina.

 

Wissenschaftliche Bedeutung

Neben der landschaftlichen Schönheit von Brasiliens höchstem Gipfel ist es die wissen­schaft­liche Bedeutung des Pico da Neblina Nationalparks, die von vielen berühmten Forschern wie De Spruce, McGuire, Froes, Vanzoline, Prance, Pires und anderen als absolut spek­takulär heraus­gestellt wird.

Die Hochwiesen des Pico da Neblina zeigen die größte bekannte endemische Dichte aller bra­sil­iani­schen Hoch­land­forma­tionen auf und ca. 50% der un­ent­deckten Arten sind völliges Neuland für die Wissen­schaft. Ohne Zweifel wird die Zukunft hier eine neue Welt enthüllen, vor allem in der Botanik.

Sieht schön aus Sieht schön aus Dreizehen-Faultier Dreizehen-Faultier Arraus-Schildkröte Arraus-Schildkröte Eine Amphibie oder ein Stück Holz? Eine Amphibie oder ein Stück Holz?

Einige Tier- und Pflanzenarten, die in der Region beobachtet werden können:

  • Papageien

    Gelbbrust-Aras, Grüne Aras, Ara chloroptera, Ara macao, Kurz­schwanz­amazone

  • Andere Vogelarten

    Bunt- und Riesen­tukane, Hals­band­arassaris, Schlangen­hals­vögel, Erz­fischer, farben­prächtige Kolibris, mehrere Raub­vogel­arten, exotische Tangare

  • Spinnen

    Vogelspinnen (Theraposa leblondi), Geißel­spinnen, Schwarze Witwe (Latraodectus mactans), Loxoceles, Phoneutria, Lycosas

  • Säugetiere

    Faultiere, Capyvara (Wasserschweine), Tapire, Riesen­otter, Paca, schwarze und braune Brüll­affen, Kapuziner­affen, Spinnen­affen, Boto-Flussdelfine

  • Fische

    Zier­fische, Piranhas, Piracuru

  • Reptilien

    Busch­meister, Lanzen­otter, Erz­spitz­nattern, Kaimane, Grüner Leguan

  • Amphibien

    Pfeil­gift­frösche, Baum­steiger­frösche

  • Schildkröten

    Arraus

  • Schmetterlinge

    Papilio, Heliconius, Morpho-Falter

  • Bromelien und Orchideen

    Peitschenorchideen, Coriantes, Cataseto, Aechea aquilega, fleisch­fres­sende Arten wie Hellianphora tatei var.neblina, Brachinnia, Drosera, Utricularias und die erst vor einigen Jahren entdeckte Art Heliamphora hispida spec.nov

  • Gehölze

    bis zu 50 Meter hohe Paranuss­bäume (Bertholletia excelsia), Kautschuk­bäume (Hevea brasiliensis), Kaschubaum, Assai- und Buriti-Palmen (Euterpe sp.)

und viele, viele mehr...